Alles neu macht der Mai

Maikäfer

1. Strophe
Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei.
Lasst das Haus, kommt hinaus! Windet einen Strauß!
Rings erglänzet Sonnenschein, duftend prangen Flur und Hain:
Vogelsang, Hörnerklang tönt den Wald entlang.

2. Strophe
Wir durchziehen Saaten grün, Haine, die ergötzend blüh’n,
Waldespracht, neu gemacht nach des Winters Nacht.
Dort im Schatten an dem Quell rieselnd munter silberhell
Klein und Groß ruht im Moos, wie im weichen Schoß.

3. Strophe
Hier und dort, fort und fort, wo wir ziehen, Ort für Ort,
alles freut sich der Zeit, die verschönt erneut.
Widerschein der Schöpfung blüht uns erneuend im Gemüt.
Alles neu, frisch und frei macht der holde Mai.

 

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